Eindrücke einer Indienreise

von Maik Hupe, Mitglied der Weggemeinschaft.

(Durch einen Mausklick auf die Bilder können Sie die Diashow vergrößern und in Ihrer eigenen Geschwindigkeit betrachten.)

 

Muttergottes im neuen Konvent "Arul Maria Illam" Puduvadawalli

Einweihung des Kindergartens in Puduvadawalli durch Bischof Amalraj

Kotagiri "Old Age Home"

"Ausflug zum Aussichtspunkt Kodanadu"

im Konvent Puduvadawalli mit Bischof Amalraj

das indische Noviziat

Einweihung in Puduvadawalli durch Bischof Amalraj

die Omi`s in Kotagiri im "Old Age Home"

Blick vom Konvent in den Ort Kotagiri

Blumenpracht auf dem Markt

Palast in Mysore

Tierwelt Indien

typisch Indien

in Kotagiri

indischer Markt

Kind am Straßenrand

die Noviziats- und Postulatsschwestern in Indien

Rückflug nach Deutschland

 

Zusammen mit Schwester M. Engelharda Braun, begleitete ich die Generaloberin, Schwester M. Christine Köberlein vom 01.-22. Oktober 2010 auf ihrer Reise nach Indien. Seit 1986 kenne ich die Kongregation der St. Franziskusschwestern und ihre Aufgabengebiete in Deutschland, Kroatien, Peru und nun auch in Indien. Ein volles Programm stand uns bevor und so kann man auch im Rückblick von einer gesegneten Zeit mit Freud und Leid sprechen. Doch Gott geht alle Wege mit und das durften wir in ganz besonderer Weise spüren.
Die St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen kümmern sich in Kotagiri (im südlichsten Bundesstaat Tamil Nadu), in 2300 Meter Höhe, um ältere Menschen die liebevoll im „Old Age Home“ aufgenommen werden und hier ein umsorgtes und menschenwürdiges Leben erfahren dürfen. Einigen von ihnen bliebe ohne die Schwestern nur das Leben auf der Straße, ohne Dach über dem Kopf, ausgestoßen von der eigenen Familie. Hier erfahren sie nicht nur christliche Nächstenliebe, sondern bekommen auch medizinische Versorgung und tägliche Mahlzeiten.
Am 03. Oktober 2010 wurden Schwester Mary-Grace und Schwester Greshma in einem feierlichen Gottesdienst in das Noviziat der Kongregation aufgenommen.
Zu einem weiteren Höhepunkt gehörte die Einweihung des neuen Konventes in „Puduvadawalli“, ebenfalls im Bundesstaat Tamil Nadu. Zum neuen Konvent gehört nun auch ein Kindergarten, in welchem Kinder auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet werden und auch Kenntnisse vermittelt bekommen. In einem feierlichen Gottesdienst weihte der Bischof von Ooty, Rev. Amalraj, die Gebäude ein und segnete jeden Raum. In der Predigt des Bischofs kam die Freude zum Ausdruck über das neue Tätigkeitsfeld der Schwestern und auch die Zuversicht, dass dieses „Samenkorn“ in Zukunft Früchte tragen wird.  
Tief beeindruckt hat mich auch der Besuch bei den Kapuzinern in Kotagiri. Die Ordensgemeinschaft unterhält dort eine Bildungseinrichtung der „Philosophie“. Der Leiter, Pater Mathew, ist Mitglied einer gegründeten „Foundation“, welche in Zusammenarbeit mit der indischen Bischofskonferenz ins Leben gerufen wurde. Mitbrüder und Ehrenamtliche kümmern sich um die Kampagne „Right to Food“. Gerade in den ländlichen Gegenden herrscht eine Ungerechtigkeit der Verteilung von Lebensmitteln. Arme, Kranke und besonders auch Kinder sind hierbei die Benachteiligten.
Indien, das Land der „roten Erde“ ist aber auch sehr fruchtbar. Die riesigen Teeplantagen, Felder mit Kokospalmen, Bananen, Baumwolle und auch Reis haben mich fasziniert. Genauso interessant erlebte ich die Tierwelt mit ihren Elefanten, Pfauen, Bären, Schlangen, Büffeln, Affen (die sogar manchmal die Früchte des Gartens der Schwestern plündern). Farbenprächtig gestaltete sich das tägliche Dorf- und Stadtbild durch die farbenfrohen Saris der indischen Frauen. Trotz einer gewissen Armut legt man doch hier sehr großen Wert auf sein „Äußeres“. Ein herrlicher „Jasminduft“ lag, durch den Haarschmuck der Frauen, immer in der Luft.
Diese Indienreise wird mir wohl für immer in Erinnerung bleiben und ich fühle mich den Menschen dort im Gebet verbunden. Sicherlich war es nicht die letzte Reise nach Indien.

Maik Hupe, Berlin im Oktober 2010

eingestellt von Sr. Katharina Horn, 2010-11-18
Login