Mutig in die Zukunft

Dankfeier: Haus St. Elisabeth in Gößweinstein ist fertig

Eine Antwort auf die „Not der Zeit" zu finden als Sendungsauftrag der St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen, das ist beim „Projekt Gößweinstein" wahrnehmbar gelungen. Davon ist Generaloberin Schwester M. Christine Köberlein überzeugt. Von allen Seiten erhielt das Projekt „In der Heimat wohnen - ein Leben lang" viel Lob. Joseph-Stiftung, Diözesancaritasverband und Kreiscaritasverband Forchheim haben als Kooperationspartner den Franziskusschwestern mit der Trägerschaft des Hauses St. Elisabeth einen gelungenen und mutigen Schritt in die Zukunft bescheinigt.

Nach Abschluss des zweiten Bauabschnittes bietet das sanierte Gebäude nun mit insgesamt 14 Wohnungen einen sozialen und altersgerechten Lebensraum in einem „geistlichen Haus". Fertiggestellt wurden darüber hinaus die Kapelle und die Allgemeinräume, die von der Caritas langfristig zur Realisierung des bewährten „Heimat-Konzeptes" genutzt werden.
Neben einem Blick auf die Geschichte des Hauses, das früher zur Erholung von Schwestern und als Exerzitien- und Bildungshaus beliebt war, nutzte Schwester Christine Köberlein die Gelegenheit, den Beteiligten ihren Dank auszusprechen: Schwester Konradine und Schwester Sigrid Kerschensteiner, die den Konvent aufrecht erhalten, Generalvikarin Schwester Regina Pröls, die die Baustelle gut betreut hat, Helmar Fexer, stellvertretender Diözesancaritas-Direktor, der sich persönlich für die Realisierung des Projekts engagiert hat, Dr. Klemenz Deinzer, Vorstand der Joseph-Stiftung, für die gute Zusammenarbeit, den Handwerkern und der Architektin Michaela Meyer, die ihr ganzes Können und ihren Ideenreichtum eingebracht haben, sowie Dr. Gerhard Habermann und Peter Ehmann vom Kreiscaritasverband Forchheim für die gute Zusammenarbeit. „Es gab viele Helfer, die immer zur richtigen Zeit vor Ort waren und zum Gelingen beigetragen haben". Dank der Kooperation sei ein Angebot für mehr Lebensqualität möglich und das Haus sei wieder zu einem ansprechenden Treffpunkt geworden
Helmar Fexer nannte die Entscheidung der Franziskusschwestern mutig und zukunftsweisend und freute sich über die „traumhaft" rasche Realisierung. Er ermutigte die Schwestern, die Sozialraumorientierung weiter zu entwickeln und weiter zu gehen.
Das Vorhaben, nur noch Wirtschaftszentren zu fördern, das habe einen Aufschrei in den Regionen ausgelöst, wie Kreiscaritas-Geschäftsführer Peter Ehmann erinnerte. Mit ihrem Handeln setzten die Schwestern dagegen Akzente und ermöglichten den Menschen aus 30 Ortsteilen auch in Zukunft die Teilhabe am Leben vor Ort. Die im Grundgesetz verankerten Persönlichkeitsrechte, die Wünsche von pflegebedürftigen und behinderten Menschen müssten berücksichtigt werden. „Dafür braucht es Wahlmöglichkeiten." So plädierte Ehmann für die Entwicklung des ländlichen Raumes.
Das Projekt sei deshalb nicht nur für die Menschen von Bedeutung, die sich hier wohlfühlten, sondern auch für die Politik, wie Dr. Klemens Deinzer betonte. Der ländliche Raum werde immer mehr zum Auslaufmodell erklärt. „Das geht an der Situation und an den Wünschen der Menschen vorbei". Mit dem Projekt habe die Ordensgemeinschaft die Zeichen der Zeit beherzt und entschlossen gedeutet. Sich zum ländlichen Raum und zu erneuerbaren Energien zu bekennen, zeige Verantwortung - auch für die Bewahrung der Schöpfung.
Die Anlage und Konzeption des Hauses kommt den Menschen entgegen, sagte Monsignore Edgar Hagel. Der Diözesancaritas-Vorsitzende hatte die Dank-Feier zum Abschluss der Arbeiten am Haus St. Elisabeth mit einem Gottesdienst eröffnet und die Hauskapelle gesegnet. Konzelebranten waren Franziskaner-Pater Andreas Walko, Ruhestandspfarrer Alfred Bayer, der an diesem Tag seinen 75. Geburtstag feierte und Ruhestandspfarrer Herbert Hautmann.
„Auch wir müssen mit der Seelsorge den Menschen entgegen kommen." Das Haus sei eine große Chance der Kirche, dort spirituelle Angebote zu ermöglichen, wo Menschen mehr Zeit haben.
In seiner Predigt ging der Geistliche  auch auf die Bedeutung von Heimat ein, die einem oft erst bewusst werde, wenn man fortgegangen ist. Das Haus St. Elisabeth biete ein Umfeld, in dem sich Menschen individuell entfalten sich wohl fühlen könnten und einen Ort, an dem sie auch religiöse Heimat erfahren.
Nahezu täglich wird ein Gottesdienst gefeiert. In der Gestaltung im Inneren wie auch im Außenbereich begegnet dem Besucher franziskanische Spiritualität durch Würdigung der Elemente der Schöpfung, angelehnt an den Sonnengesang des heiligen Franziskus.
Die regelmäßige Anwesenheit einer Ansprechpartnerin der Caritas vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Gesundheitsfördernde Angebote, ein wöchentliches gemeinsames Mittagessen und weil Unterstützungen werden von den Bewohnern gerne angenommen Hauswirtschaftlicher und pflegerischer Bedarf kann durch die Caritas-Sozialstation abgedeckt werden    

Brigitte Pich
erschienen im Heinrichsblatt, Nr. 27, 03.Juli 2011; Seite 17, Regionalbeilage Ebermannstadt

 

 

Fragen zum Angebot im Haus beantwortet Carmen Vogler (Caritas),
Telefon: 0 92 42 / 7 40 96 21

 

eingestellt: 2011-07-13 srkatharina

Weitere Informationen auf der Seite der Joseph-Stiftung: Link

 

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