Aufnahme in die Weggemeinschaft

Feier des Eintritts in die Weggemeinschaft und der Anbindung an die Kongregation der St. Franziskusschwestern am 05. Oktober 2013


In unserem Jubiläumsjahr „100 Jahre Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen“ durften wir ein weiteres Fest feiern, das Wachstumspotential hat und in die Zukunft führt: neun Frauen und Männer haben sich als sogenannte „Weggemeinschaft“ den Franziskusschwestern in einer liturgischen Feier offiziell angeschlossen.

Der Weg war lang – ein Tasten, Suchen, Wachsen und Reifen. Es begann vor mehr als zehn Jahren mit einigen wenigen Bekannten und Verwandten einiger Franziskusschwestern. Sie fühlten sich von Vierzehnheiligen angezogen, kamen regelmäßig und begannen mit großer Selbstverständlichkeit, bei Festen und Jubiläen mitzuhelfen. Die Gruppe lernte sich kennen und schätzen. Sie verbrachten die freien Tage miteinander und tauschten sich aus. Irgendwann war sie dann da, die Frage an die Schwestern: Wir kommen gern, wir helfen euch gern. Jetzt wüssten wir gern: wovon lebt ihr, was glaubt ihr, was gibt euch Halt? Aus diesen Gesprächen erwuchs der Wunsch, einen intensiveren Weg mit den Franziskusschwestern zu gehen. Die Treffen wurden strukturiert, Protokolle geführt, eine Satzung in vielen Schritten zusammen mit den Schwestern erarbeitet – immer unter dem Blickwinkel: franziskanisch leben im HEUTE – in meinem konkreten Umfeld, in meiner Familie, an meinem Arbeitsplatz – wie kann das aussehen? Schließlich entstand die „Lebensweise“, eine Richtschnur, die im Alltag Orientierungshilfe bietet und das Miteinander organisiert.

Heute nun mündete das jahrelange Mühen in eine stimmige Feier: René Biermann (Magdeburg), Josef Deuerling (Heinersreuth), Uta Fielitz (Plauen), Regina Friedrich (Hollfeld), Maik Hupe (Berlin), Kurt Kloos (Eberhardzell), Christine Schober (Bad Staffelstein) und  Lisa und Max Selmaier (Dietenheim) versprachen in einer schlichten  Feier, diese „Lebensweise“ in ihrem Alltag umzusetzen, orientiert an Franz von Assisi. Als äußeres Zeichen erhielten die „Weggefährten“ ein Ring mit dem eingravierten Aaronsegen sowie das Franziskanische Gebetbuch „Laudate“. Die Generaloberin Sr. Regina wies darauf hin, dass das Miteinander von Ordensleuten und Laien in der franziskanischen Spiritualität Tradition hat: die Hl. Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231) hatte regen Kontakt zu den ersten Franziskanern, die nach Deutschland kamen. Sie blieb mit ihnen im lebendigen Austausch, bereitete den Weg für weitere Niederlassungen und stimmt mit den Brüdern das Te Deum an. Das starre Schema „drinnen“ und „draußen“ war aufgehoben. Das Ineinander von Laienspiritualität und Klosterfrömmigkeit lebte sie authentisch, war „Schwester“ mitten in der Welt.

Das gelöste Miteinander beim anschließenden Essen, die sichtliche Freude sowohl der Weggefährten als auch der Schwestern über diesen Schritt und das mutige „Jetzt geht’s erst richtig los…“ wirkte ansteckend und machte Mut: Das neue Miteinander hat die große Chance, im Austausch unsere Inspiration aus den gleichen Wurzeln zu holen und uns gegenseitig zu stärken.

Sr. Martina Selmaier

Nähere Informationen zur Weggemeinschaft. (PDF 126 KB)

 

Beim Ablegen des Versprechens.

Äußeres Zeichen ist ein Ring mit dem Franziskus-Segen darauf.

Die Mitglieder der Weggemeinschaft

eingestellt 2013-10-04 srk
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