Gute Gedanken

Jeder hatte am 02.10.2015 in der Nürnberger Fußgängerzone die Möglichkeit, sich gute Gedanken schenken zu lassen oder mitzunehmen.

In einer Zeit der Negativschlagzeilen und zunehmenden Unzufriedenheit im Alltag setzten Männer und Frauen der Nürnberger Pfarrgemeinden, St. Bonifats, St. Lioba und Hl. Kreuz, der Paulusschwestern und der Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen mit deren Weggemeinschaft, ein Zeichen im Sinne der frohen Botschaft der Heiligen Schrift.

Am Jakobsplatz vor der Elisabethkirche luden Kaffee und Kuchen, ein Bücherstand und ein Bastelangebot zum Verweilen ein. 1000 gute Gedanken, die die Paulusschwestern – ihre Buchhandlung war gleich nebenan – liebevoll gefaltet hatten konnten von Jedem mitgenommen werden. Viele Gespräche ergaben sich daraus. Manch einer der Frauen und Männer um Pater Markus Wittal und Sr.M.Claudia Hink übersetzten  mit Händen und Füßen die Texte.

Eine Frau, die auf dem Weg zu ihrer kranken Freundin war, nahm zum Beispiel für sie einen guten Gedanken mit. Eine andere drehte sich nach einigen Schritten noch einmal um und streckte den Daumen nach oben, weil der Spruch so gut passte.

Besonderer Gast an diesem Nachmittag vor dem Musikzelt war Papst Franziskus. Wie viele Fotos mit ihm gemacht wurden, ist nicht gezählt worden, doch er war die Selfie-Attraktion – leider nur auf Pappe und nicht im Original.

Alle Helfer waren überwältigt – so das Fazit am Abend. "Wer ist eigentlich der Beschenkte?" war eine Erkenntnis. Ja, wir haben vielen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert und sind selbst ganz erfüllt. Der strahlende Herbsttag hat mit Sicherheit viel zum Gelingen dieser Aktion beigetragen, die schon das zweite Mal stattfand. Vertreter der Weggemeinschaft von  Vierzehnheiligen werden dann wieder dabei sein – auch wenn sie dafür etliche hundert Kilometer anreisen müssen. Gute Gedanken kann es nicht genug geben – und wir teilen sie.

Hier ist der gute Gedanke, der mir geschenkt wurde – er ist von Mutter Theresa:

Es geht nicht um das, was wir tun,
oder wie viel wir tun, sondern darum,
wie viel Liebe wir in das Tun legen,
in der Arbeit, die er uns anvertraut hat.


Uta Fielitz
Weggemeinschaft

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