Vor 50 Jahren Profess abgelegt
Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, mit Prälat Luitgar Göller, erneuerten gleich acht Franziskusschwestern am Samstag, 20. September 2008, in der Kapelle des Diözesanhauses in Vierzehnheiligen ihr 50-jähriges Professjubiläum.
Generaloberin Schwester M. Christine Köberlein begrüßte die zahlreichen Priester, die Jubilarinnen sowie deren Angehörige und Freunde und betonte, dass die Franziskanerinnen in der neu ausgesprochenen Hingabe an den dreifaltigen Gott ihren Willen zu einem einfachen, armen, gehorsamen und liebenden Leben um des Reiches Gottes willen bekunden.
Prälat Göller stellte Worte von Jesus in den Mittelpunkt seiner Predigt. Worte, die das Leben der Jubilarinnen und auch unser Leben prägen. So sagte Jesus: „Komm und folge mir nach“ und ihr Franziskusschwestern habt euch entschlossen Jesus nachzugehen. Diesen Weg habt ihr nicht bereut, ihr habt in liebender Treue gehandelt und den anderen gutes getan.
Jesus sagte auch: „Bleibt in meiner Liebe“. Ihr könnt heute auf 50 Jahre „Bleiben in Liebe“ zurückblicken. Bleibt bei mir und wacht mit mir: sagte Jesus am Ölberg. Die Jünger waren jedoch überfordert und entzogen sich der Verantwortung, nur Maria und Johannes blieben bei Jesus und wir haben allen Grund zu sagen: „Herr bleibe bei uns“.
Jesus sagte auch: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Heute feiern wir dieses Gedächtnis mit der Eucharistiefeier im Namen Jesus, denn wir wären ohne Jesus buchstäblich ohne Gedächtnis.
Das 50-jährige Professjubiläum feierten: Schwester M. Alexandra Mayer aus Reislas bei Kirchenpingarten, Diözese Regensburg. Sie arbeitet seit ihrer Profess vor 50 Jahren bis zum heutigen Tag im Büro der Kongregation in Vierzehnheiligen. Von 1983 bis 2006 was sie die Generalverwalterin der Kongregation. In der Basilika Vierzehnheiligen ist sie seit Jahrzehnten Kommunionhelferin und Lektorin.
Schwester M. Anselma Reichenberger aus Krimsees bei Kirchenpingarten, Diözese Regensburg. Bis zu ihrer Aussendung in die Mission Peru im Jahre 1964 war sie als Kindergärtnerin eingesetzt. In Nanã/Peru arbeitete sie in der Schule und war als Oberin auch für den Schwesternkonvent verantwortlich. 1976 kehrte sie aus gesundheitlichen Gründen nach Deutschland zurück und wirkt seit der Genesung in verschiedenen Niederlassungen der Kongregation. Heute lebt sie im Mutterhaus und hilft in der Betreuung hilfsbedürftiger Mitschwestern.
Schwester M. Siegberta Konrad aus Kirchlein, Erzdiözese Bamberg. Seit fast fünf 50 Jahren lebt und arbeitet sie im OP-Bereich des Waldkrankenhauses St. Marien in Erlangen, vor allem in der Anästhesie und im Sterilisationsbereich.
Schwester M. Berthilde Beringer aus Zapfendorf, Erzdiözese Bamberg. Die Säuglings- und Kinderkrankenschwester hatte in ihrem erlernten Beruf verschiedenen Einsätze, war Oberin in Leutenbach und im Diözesanhaus Vierzehnheiligen und arbeitet derzeit ehrenamtlich im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Walburga, Bamberg für die Dienste in der Kapelle.
Schwester M. Alwine Aman aus Mitterhaselbach, Diözese Regensburg. Die meiste Zeit arbeitete die gelernte Kinderkrankenschwester im hauswirtschaftlichen Bereich. Sie war im neu errichteten Diözesanhaus die erste Sakristantin und später dort im Speisesaal tätig. Heute erledigt sie zusammen mit Mitarbeiterinnen einen Teil der Hauspflege im Mutterhaus.
Schwester M. Felizitas Hagl aus Reichersdorf, Ldkr. Landshut, Erzdiözese München-Freising. Viele Jahre leitete sie als Krankenschwester die orthopädische Frauenstation im Waldkrankenhaus St. Marien. Heute übernimmt sie im Wohnbereich der Schwestern Dienste und unterstützt ehrenamtlich die Klinikseelsorge.
Schwester M. Dietlinde Geyer aus Nitzlbuch bei Auerbach, Erzdiözese Bamberg. Vor der Noviziatsausbildung erlernte sie den Beruf der Krankenschwester im Marienhospital in Erlangen. Nach der Profess kehrte sie nach Erlangen zurück und ist eine der Schwestern, die zum Gründungspersonal des Waldkrankenhauses St. Marien gehören. Sie trug als Oberin und Wirtschaftsleitung viele Jahre hohe Verantwortung und ist derzeit für Teilbereiche in der Hauswirtschaft zuständig.
Schwester M. Engelmunda Friedrich aus Hohenberg, Erzdiözese Bamberg ist kaufmännisch ausgebildet und zugleich Krankenschwester und Unterrichtsschwester. Von 1968 – 1990 leitete sie die Berufsfachschule für Krankenpflege am Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen. Danach war sie Pflegedienstleiterin, Konventsoberin und Trägervertreterin im Waldkrankenhaus. Heute arbeitet sie an der Patienten- und Besucherinformation.
Im Anschluss an die feierliche Eucharistiefeier wurden die Schwestern mit ihren Angehörigen und Besuchern zum Mittagessen in das Mutterhaus der St. Franziskusschwestern eingeladen.

