Ein Jubeltag wie im Bilderbuch
Schw. Edwina Kopp feierte im Marienhospital Erlangen ihr 70jähriges Professjubiläum. Die 1915 in Teugn bei Bad Abbach, Diözese Regensburg Geborene trat mit 18 Jahren in die Kongregation der St. Franziskusschwestern Vierzehnheiligen ein und erlernte den Beruf der Kindergärtnerin. 1939 legte sie ihre Gelübde ab und war die längste Zeit – mehr als 40 Jahre – in Leutenbach in verschiedenen Diensten eingesetzt. Seit 1999 lebt sie im Schwesternkonvent des Marienhospitals in Erlangen, wo sie nun auch ihr Professjubiläum zusammen mit Familienangehörigen, Freunden und Mitschwestern feierte.
Im Festgottesdienst würdigte Pfr. Will die Treue der Jubilarin, die in staunenswerter Vitalität dieses sehr seltene Jubiläum begehen kann. Er bezeichnete es als ein großes Geschenk – auch für uns heute – dass der Apostel Thomas so hartnäckig auf eine Berührung mit Jesus drängte. Im konkreten Geschehen sprach er das kürzeste Glaubensbekenntnis: Mein Herr und mein Gott.
Generaloberin Schw. M. Christine Köberlein leitete das Professgedenken ein mit einem Dank an Gott für 70 Jahre Treue und Beharrlichkeit. Die Jubilarin wiederholte ihr Professversprechen und erhielt danach einen Kranz angelegt.
Im weiteren Verlauf des Festes begrüßte Oberin Sr. Judith die Gäste aus Familie, Freundeskreis und dem früheren Wirkungsort Leutenbach. Sr. Christine würdigte in ihrer Laudation das Wirken der Schwester, das wahrlich kein Spaziergang war, die Schwester sich aber ihre Begeisterungsfähigkeit bis ins hohe Alter bewahrte. Sr. Edwina sorgte für viel Unterhaltung und hatte nette Zwischenkommentare, die ihre Schlagfertigkeit von neuem bewiesen. Mit ihren mehr als 90 Lebensjahren hilft Sr. Edwina noch immer in der Kapelle und pflegt guten Kontakt zu Heimbewohnern, Personal, Bekannten und Mitschwestern. Sie hatte sich sehr auf das Fest gefreut und formulierte selbst die Fürbitten und trug diese auch vor. Auch zum Abschluss der Feier ergriff die 93jährige das Wort und bedankte sich in persönlichen Worten bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten.



