Ich GEHE ins Kloster!
„Geh unter der Gnade …“ Diesen Wunsch hat mir meine Heimatgemeinde in Elchingen auf dem Härtsfeld mit auf den Weg gegeben, als ich mich ins Kloster aufgemacht habe.
Der Wunsch ins Kloster zu gehen, in einen Orden einzutreten, begleitet mich nun schon seit fünf Jahren. Ich war damals für ein paar Urlaubstage bei den Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen und der Funke ist sofort übergesprungen. Das Ordensleben, die gemeinsamen Gebetszeiten und die Gemeinschaft haben mich nachhaltig beeindruckt und Spuren hinterlassen.
So war ich die letzten fünf Jahre innerlich auf dem Weg und am 17. September habe ich meinen Rucksack gepackt und mich tatsächlich real auf den Weg gemacht. Ich bin auf dem Jakobsweg von Elchingen auf dem Härtsfeld nach Vierzehnheiligen gelaufen.
Das Unterwegssein mit dem Rucksack war eine prägende und gute Erfahrung. Ich wurde reich beschenkt durch die Begegnung mit Menschen und deren große Hilfsbereitschaft. Angerührt haben mich ebenfalls die Naturerfahrungen, die stillen Momente in den Kirchen am Weg und „Gottesgeschenke“ bei den Ungereimtheiten und Unwägbarkeiten einer derartigen Unternehmung.
Am 1. Oktober – also nach ungefähr 270km (plus täglich durchschnittlich 3km Umwege), 2 ½ Blasen, 14 Tagen Sonnenschein, unzähligen Helferinnen und Helfern auf dem Weg – bin ich in Vierzehnheiligen im Mutterhaus angekommen.
Gegangen bin ich unter Gottes Gnade und so werde ich meinen Weg auch weiterhin gehen … Ganz konkret am 4. Oktober. An diesem Tag beginnt mit der Aufnahme ins Postulat meine Ordensausbildung.
