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„Herausforderung einer missionarischen Pastoral“

Unsere Generalvikarin Schwester Regina war bei einer interessanten Tagung über die „Herausforderung einer missionarischen Pastoral“ in Erfurt:

 

08.09.2010

Positives Resümee zum Ende der Tagung „Herausforderung einer missionarischen Pastoral“

Heute zu Ende gegangen ist die Tagung über die „Herausforderung einer missionarischen Pastoral“ in Erfurt, welche die zu Jahresbeginn von der Deutschen Bischofskonferenz gegründete Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken gemeinsam vom 6. bis 8. September 2010 veranstalteten.
„Missionarische Pastoral ist nicht ein Thema der Pastoral unter vielen, sondern ein Querschnittsthema. Es beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie die Kirche das Evangelium in der modernen Gesellschaft lebt und verkündigt“, so Dr. Hubertus Schönemann, Leiter der KAMP. Dabei geht es nicht primär um „Mitgliedergewinnung“, sondern um ein Bezeugen des Evangeliums. So ist missionarische Pastoral eine zentrale Zukunftsaufgabe, die alle Glieder der Kirche angeht, also Laien und Kleriker.

 

Für das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz gab Dr. Thomas Roddey, Leiter des Bereichs Pastoral, seiner Freude über die zahlreiche Teilnahme Ausdruck. Er ermutigte die Teilnehmer, Schritte in Richtung einer evangelisierenden Kirche zu gehen. Im weiteren Verlauf gab Prof. Josef Freitag, Universität Erfurt, Auskunft über die „Wandlungen im Kirchenverständnis unter besonderer Berücksichtigung der tatsächlichen und möglichen missionarischen Rolle der Laien“. PD Dr. Burkhard Neumann vom Johann-Adam-Möhler-Institut, ging in seinem Vortrag „Ökumenische Überlegungen im Blick auf eine missionarische Pastoral“ vor allem den Möglichkeiten, Herausforderungen und Konkretionen eines gemeinsamen ökumenischen christlichen Zeugnisses nach. Eine Einführung und kritische Analyse des Modells der „Natürlichen Gemeindeentwicklung“ (Christian A. Schwarz) wurde von Frau Prof. Widl, Universität Erfurt, vorgestellt. Bei verschiedenen Workshops wurden zahlreiche bereits gemachte Erfahrungen mit missionarischen Projekten und Initiativen unter den Teilnehmenden ausgetauscht, so z.B. der Ansatz der „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ (KCG) sowie unterschiedliche Glaubenskurse. Deutlich wurden dabei die zentralen Fragen nach neuen Formen von Vergemeinschaftung und Glaubenskommunikation.

Ein Podiumsgespräch mit Vertretern aus Bistümern, Orden, Geistlichen Gemeinschaften und Verbänden thematisierte die noch zum Teil ungenutzte „Lern- und Erfahrungsgemeinschaft Katholische Kirche“. Den Abschluss bildeten die Ausführungen des Erfurter Weihbischof Dr. Reinhard Hauke über die Chancen und Schwierigkeiten einer missionarischen Pastoral angesichts der aktuellen Strukturprozesse in den Bistümern. Ähnlich gilt für Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, „trotz aller Diskussionen um veränderte Strukturen, Freiräume für den Glauben zu schaffen und für eine einladende Kirche zu werben.“

An der Tagung nahmen über 50 Teilnehmer aus 22 Bistümern, sechs Ordensgemeinschaften, fünf Geistlichen Gemeinschaften, vier katholischen Verbänden und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) teil. Die Veranstalter zogen ein positives Resümee der Tagung, die nicht nur eine inhaltliche Klärung förderte, sondern auch zur Vernetzung der teilnehmenden Verantwortlichen einer missionarischen Pastoral beitrug.
 

(Hermann / Brodersen-Schäfers)
Dieser Beitrag ist entnommen aus: www.bonifatiuswerk.de
 
 
eingestellt am 09.09.2010 sr.katharina horn