Führungsleitlinien eingesetzt

Im Rahmen einer kleinen Feier mit den Leitungsverantwortlichen in den Einrichtungen der Kongregation der St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen wurden erstmals Führungsleitlinien eingesetzt.

Generaloberin Sr. Christine Köberlein hieß den Geschäftsführer des Waldkrankenhauses Erlangen und des Seniorenpflegezentrums Marienhospitals, Günter Brütting sowie den Schuldirektor der Berufsfachschule „St. Kunigund“ in Vierzehnheiligen, Herbert Schäfer-Ruschig, willkommen. Ebenso die Mitschwestern, die für Einrichtungen in Deutschland verantwortlich sind: Sr. Hildegard Braun als Leiterin der Fachklinik St. Marien in Wertach, Sr. Claudia Hink als Oberin des Mutterhauses in Vierzehnheiligen und Sr. Dorothea Köhler als Leiterin der Jugendhilfeeinrichtung Konradshof in Vierzehnheiligen.
Zusammen mit weiteren Schwestern in der Ordensleitung und in Anwesenheit von Josef Kraus als Mitarbeiter in der Kongregationsleitung  wurden die Führungsleitlinien aufgenommen und diskutiert.
Das christliche Menschenbild, das in der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse“ und in den Leitbildern der Einrichtung ebenfalls Grundlage ist, zieht sich wie ein roter Faden durch das vierseitige Dokument.
Sr. Christine erinnerte an den Anfang der Kongregation. Sie sagte: „Vor 120 Jahren begann in ganz kleinem Stil das Apostolat derer, die ihr Leben aus Glaubensüberzeugung, ihr ganzes fachliches und menschliches Können eingesetzt haben, damit Armen als auch Wohlhabenden geholfen wurde. Die Aufgabengebiete haben sich vergrößert, das Personal wurde erweitert,  Einrichtungen wurden gebaut und mit Leben erfüllt und inzwischen feiern wir bereits Jubiläen“.
Sie ging auch auf die Veränderungen und die damit verbundenen Herausforderungen ein. „Professionalität, Qualitätsmanagement, Controlling, Wirtschaftlichkeit, und vieles mehr“ seien Begriffe der Gegenwart. Aber das ist nicht alles. Sr. Christine zitierte Nelson Mandela, der in seiner Antrittsrede nach 30 Jahren Gefängnis dem Volk zurief: „Wir sind geboren, um die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in ALLEN!“
So verstanden ist Führungsverantwortung ein Mitgestalten am Reich Gottes und eine Verlebendigung des franziskanischen Ideals. Sr. Christine lud ein, nach vorne zu schauen und die Führungsleitlinien als Stütze zu verstehen. Sie dankte für die Fortführung des Apostolats in der Krankenpflege, in der Altenpflege, für Mütter, Kinder, Jugendliche, für Menschen, die in Glaubensnot kommen.
Die Führungsleitlinien thematisieren die Vorbildfunktion, Kommunikation, Delegation und den Umgang mit Fehlern und Konflikten genauso wie die Förderung und die Fürsorge gegenüber den MitarbeiterInnen. Aussagen zur Wirtschaftlichkeit und zur Corporate Identity runden dieses Weisungspapier ab, welches bei Zertifizierungen in den Einrichtungen als Grundlagendokument gewertet wird.
Die Begegnung aller Einrichtungsleitungen war eine willkommene Gelegenheit, sich auch konkret in Fragen des christlichen Profils auszutauschen und Kooperationen anzuregen. Und Sr. Christine nutzte auch diese Begegnung, um den Einrichtungsleiter/innen für ihren verantwortlichen Einsatz in allem Auf und Ab in dieser nicht leichten Zeit zu danken. 

Sr. Regina Pröls
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