Wir sind wieder in Nürnberg

Am Fest der heiligen Kunigunde, am 03.03.2010 haben wir in Nürnberg einen neuen Konvent gegründet. In der Pfarrei St. Anton in Gostenhof wurde im Sommer 2009 die Schwesternwohnung frei. Die Combonischwestern lösten ihren Konvent auf und wirken nun in Südafrika, Äthiopien und in Italien. Wir wurden durch die Erzdiözese auf das Interesse der Pfarrei an Schwestern und auf diese Wohnung aufmerksam und leiteten den Neubeginn ein.

Hierfür hatten wir seit langem ein offenes Ohr. Denn Sr. Franziska Dieterle (34) weiß um die große Bedeutung der sog. „aufsuchenden Arbeit“. Sie studierte in Bamberg Sozialpädagogik (Dipl.) mit Schwerpunkt Familienhilfe/Beratung und war vor ihrem Eintritt schon ein Jahr in Lateinamerika. Zuletzt arbeitete sie ein Jahr in unserer Jugendhilfeeinrichtung Konradshof in Vierzehnheiligen, seit Mai letzten Jahres auch in der Diözesanstelle Berufe der Kirche. In Nürnberg hat sie inzwischen schon im „Fenster zur Stadt“ ihre Tätigkeit aufgenommen.
Sr. Mirjam Engert (39) absolviert derzeit die Ausbildung zur Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. Praktische Erfahrung wird sie im Jacobus von Hauck-Stift sammeln. Zuletzt hat sie in Gößweinstein gelebt und in der Landvolkshochschule auf Burg Feuerstein praktiziert. Die gelernte Familienpflegerin und Kinderkrankenschwester sammelte wertvolle Berufserfahrung im Therapeutischen Kinderheim in Putzbrunn und in Indien.
Beide sehen diesen Neubeginn als geistliche Gemeinschaft als eine große Chance. Mit Eifer haben sie zusammen mit Sr. Christine, unserer Generaloberin überlegt, wie das Leben in Gemeinschaft und vor allem das geistliche Leben miteinander gestaltet werden kann. In einer Projektarbeit wird derzeit in der ganzen Gemeinschaft auch das gemeinschaftliche geistliche Leben reflektiert. 

Die Konventsgründung wurde in Anwesenheit von Sr. Christine Köberlein, Sr. Regina, Sr. Elisabeth, Sr. Konradine u. Sr. Sigrid gefeiert. Mit dabei waren neben Pfarreimitgliedern auch Pfarrer Andreas Müller. Sie alle aus der Pfarrei St. Anton haben ein eindrucksvolles Zeichen des Willkommen-Seins gesetzt. Sr. Christine bedankte sich dafür und zitierte aus unserem Leitbild: „Aus der Erfahrung der Zuwendung durch Gott und die Menschen setzen wir uns ein für Menschen in körperlicher, seelischer, sozialer und geistlicher Not. Wir dienen ihnen in Krankheit und Alter, in Ausgegrenztheit und Hilflosigkeit, in Armut und Einsamkeit, in Orientierungslosigkeit und Glaubensnot“.
Mit guten Wünschen und zahlreichen netten Gesten des Wohlwollens ausgestattet, werden Sr. Mirjam u. Sr. Franziska erst mal „ankommen“ um nach dem Vorbild des heiligen Franziskus von Assisi „leben, wo die Menschen leben“. Unsere guten Wünsche begleiten sie. Und das wissen wir auch: Nürnberg ist einladend – das Interesse, nach Nürnberg zu kommen, ist groß.

Sr. Regina Pröls
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