Kläranlage für unser Altenheim in Kroatien

Nach fast zwei Jahren intensiver Überlegungen und Planungen konnte nach knapp vier Wochen Bauzeit die vom katholischen Hilfswerk „Renovabis“ geförderte neue Kleinkläranlage für das Altenheim der St. Franziskusschwestern “Stepincev-dom“ in Cugovec gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben werden.

Bereits im Jahr 2012 begannen die Planungen für die neue Kleinkläranlage, nachdem deutlich wurde, dass die Kapazität der ursprünglich gebauten Abwassergrube nicht ausreichend ist und die Kosten für die in jeder Woche mehrmals erforderliche Leerung auf Dauer nicht tragbar sind.

Viele Möglichkeiten wurden erwogen. Vor allem die Ableitung des geklärten Wasser gestaltete sich sehr schwierig. Laboruntersuchungen des zu klärenden Abwassers sowie Bodenproben wurden vorgenommen, um das bestmögliche und den gesetzlichen und ökologischen Grundsätzen entsprechende Ergebnis zu erzielen. Gleichzeitig ergab es sich im Laufe der Planungen, dass neue EU-Richtlinien zu beachten sind, die bei der ursprünglichen Planung noch nicht berücksichtigt werden konnten.
 
Regelmäßig besuchten Verantwortliche der Kongregation der St. Franziskusschwestern aus Vierzehnheiligen in Deutschland das Altenheim in Cugovec, um die jeweiligen Maßnahmen mit dem Planfertiger, H. Tomic von der Firma domo.plan zu besprechen.

Architekten- und Ingenieurverträge bildeten die Grundlage für die Ausführung der Arbeiten. In vielen Gesprächen wurden Leistungsangebote, Preisspiegel sowie letztlich die Auftragserteilung erörtert. Diese vielen detaillierten Maßnahmen waren nicht zuletzt als Nachweis für das katholische Hilfswerk „Renovabis“ erforderlich, das einen großen Zuschuss für die Baumaßnahme gewährt hat. Außerdem müssen die verbleibenden Restkosten von der Kongregation der St. Franziskusschwestern in Deutschland beim dortigen Finanzamt belegt werden.

Mit großem Engagement arbeiteten der Planfertiger, Genehmigungsbehörden, die Mitarbeiter des Stepincev-dom und auch die Mitarbeiter der Firma Topic aus. Ohne diese hohe Arbeitsbereitschaft, oft sogar mit Überstunden und unter schweren Bedingungen wäre die Ausführung und vor allem die Verlegung der Abwasserleitung nicht und vor allem nicht so schnell möglich gewesen. Gleichzeitig sind die Schwesternden Grundstückseigentümern, in deren Grundstücken die Abwasserleitung verlegt wurde, für deren Einverständniserklärung sehr dankbar. Die Gemeinde hat einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Projektes beigetragen: Die Bürgermeisterin aus Gradec, Frau Ljubica Armbrusec und ihre Mitarbeiter aus der Gemeindeverwaltung unterstützten die Baumaßnahme immer mit Rat und Tat. So war es möglich, dass ein großer Teil der Abwasserleitung in gemeindlichen Wegen verlegt werden konnte. Auch bei den Gesprächen mit Eigentümern und Behörden stand die Bürgermeisterin immer helfend zur Seite.

Mit der Segnung der Kläranlage durch den Seelsorger des Altenheimes Pfarrer Josip Kos fand eine große Baumaßnahme einen würdigen und dankbaren Abschluss.

 
14-11-03 mh
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