Geistliche Tankstelle

Unser letztes Treffen der Weggemeinschaft fand Ende Juni im Mutterhaus in Vierzehnheiligen statt. Diesmal war unsere Gruppe kleiner – mehrere von uns waren durch Dienstpläne, Urlaubsfahrten und einen Entbindungstermin(!) nur gedanklich dabei. Der Abendimpuls am Freitag half uns beim Ankommen aus den unterschiedlichsten beruflichen und persönlichen Situationen.
Am Samstagvormittag trafen wir uns zum Bibelteilen – soweit die regelmäßige Routine unserer Treffen. Wie immer wählten wir das aktuelle Sonntagsevangelium, diesmal aus dem Matthäusevangelium Kapitel 10, 37-42.
Für den Samstagnachmittag hatten wir uns zum offenen Nachmittag der „Geistlichen Bewegungen und Gemeinschaften der Erzdiözese Bamberg“ auf dem Marienberg bei Dörrnwasserlos angemeldet. Im Schönstatt-Zentrum traf sich eine Vielzahl von Gemeinschaften – wir waren überrascht von der Vielfalt. Unter Leitung von Spiritual Michael Dotzauer folgten wir verschiedenen Impulsreferaten und diskutierten miteinander zum Motto „Jesus Christus – der Weg, die Wahrheit und das Leben – Das Reformationsgedenken als Christusfest“. Evangelische und katholische Christen tauschten sich während einer gemeinsamen Kaffeepause mit vorzüglichem Gebäck und während verschiedener Workshops aus. So schloss sich ein Teil unserer Gemeinschaft dem Rundgang über das Gelände des Marienberges an und erfuhr viel Neues über dessen Geschichte als ehemaliges Militärobjekt und Trappistenkloster. Ich selbst nahm am Singe-Workshop teil, wo der Musiker des Nachmittags, Max Ackermann, in der Hauskapelle die sangesfreudigen Besucher beim Wunschliedersingen vereinte.
Abschluss des Treffens der Gemeinschaften bildete eine ökumenische Vesper unter Leitung von Spiritual Dotzauer und Dekan Lechner.
Nach einem leckeren Abendessen aus der Küche des Mutterhauses Vierzehnheiligen saßen wir noch lange im Speisesaal zusammen.
Mit besonderer Spannung wurden die verschiedenen Predigten zum Sonntagsevangelium erwartet – haben wir doch am Sonntagmorgen in Vierzehnheiligen mehrere Messen zur Auswahl. Einige nahmen an der Konventmesse teil, andere gingen in die Basilika Vierzehnheiligen. Zur Abschlussrunde am späten Vormittag tauschten wir uns darüber aus. Das Sonntagsevangelium zunächst beim Bibelteilen aufnehmen, dann eine Predigt dazu hören und nochmals im Austausch die Gedanken teilen, das hat uns alle wieder einmal begeistert.
Auch organisatorische Fragen hatten Raum: Wer kommt zum nächsten Arbeitseinsatz zum Heinrichsfest? Wie bereiten wir unsere Assisifahrt 2018 vor? Wie geht es weiter mit der Neuaufnahme von Interessenten? Wie verfahren wir mit Anfragen an unsere Weggemeinschaft? Wie können wir unsere Öffentlichkeitsarbeit verbessern?
Alle abwesenden Weggefährten waren gedanklich und im Gebet mit dabei an diesem Wochenende - unsere Weggemeinschafts-Kerze war das äußere Zeichen dafür. Aufgetankt mit gemeinsamen Begegnungen, Geist und Wort aus der Heiligen Schrift und gestärkt für den jeweiligen Alltag hieß es Abschied nehmen – bis zum nächsten Mal.

 

Mit dem Kleinbus fuhren wir nach Dörrnwasserlos auf den Marienberg.

Jede Gemeinschaft stellte sich am offenen Nachmittag erst einmal vor.

Der Saal war gut gefüllt.

Das Gebäck in der Kaffeepause wurde sehr gelobt.

Während der Workshops wurde in der Marienkapelle gearbeitet…

… eine Führung über den Marienberg angeboten…

... gespielt…

… und gesungen.

Singen und Klatschen in der Vesper.

 

Text und Bilder: Uta Fielitz
Weggemeinschaft der St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen
2017-07-05 eingestellt: srk
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