Mit 67 für ein Jahr nach Peru
Ein außergewöhnlicher „Ruhestand“
Es ist nichts Außergewöhnliches, wenn bei den Franziskusschwestern Koffer für Peru gepackt werden. Mal sind es die Missionsschwestern, die nach einer Zeit des Heimaturlaubs wieder in ihr Einsatzgebiet zurück fliegen, mal sind es junge Leute, die als sog. „Missionare auf Zeit“ für einen sozialen Einsatz nach Peru aufbrechen, mal ist es die Generaloberin, die den peruanischen Schwestern einen Besuch abstattet. Doch in diesen Tagen war es Sr. Brigitta Fulke, die langjährige Fachlehrerin an der Berufsfachschule „St. Kunigund“ in Vierzehnheiligen. Zum Schuljahresschluss 2009 beendete sie nach mehr als 40 Jahren diesen schulischen und pädagogischen Dienst für die jungen Frauen, die im Bereich Hauswirtschaft oder Kinderpflege ausgebildet wurden.
Jetzt ist sie aufgebrochen nach Peru und wird dort ihre Fähigkeiten und ihre Zeit für die Schwestern und für Notleidende einbringen. Besonders ihr Können im Bereich Textilarbeit ist dort sehr gefragt. Aber noch eines ist wichtig: missionarisches Wirken wird heute nicht mehr als „Einbahnstraße“ verstanden. Sr. Brigitta wird durch das Mitleben in fremder Kultur auch beschenkt. Im Dialog wächst ein Entdecken des je anderen. Und zum Erlernen der spanischen Sprache gab ihr eine erfahrene Schwester einen ganz besonderen Tipp: „Geh zu den Kindern ins Comedor (kostenlose Essensausgabe) – hier lernst Du am schnellsten“.

