Emmaus

Seit einigen Wochen begleitet mich ein Text, der von den Jüngern erzählt wird, die nach Emmaus unterwegs waren und die beim Brotbrechen den Herrn erkannten: „Da gingen ihnen die Augen auf“

Dieses Emmaus-Evangelium war zu hören in einer Beerdigungsansprache für eine junge Familienmutter, die vor wenigen Wochen verstarb, Mann und zwei unmündige Kinder zurück ließ.

Von der Verstorbenen wurde berichtet, dass sie diesen Schrifttext  zusammen mit ihrem Bräutigamm als ihren Hochzeits-Vers ausgewählt hatte -  „eine Hoffnungsgeschichte, nicht an den Realitäten des Lebens vorbei. Diese Weggeschichte sollte nach dem Willen der Verstorbenen  auch bei ihrer Beerdigung verkündet werden“ – so der Priester bei der Ansprache.
Diese junge Familienmutter, von der gesagt wurde, dass sie eine Frau mit „brennendem Herzen“ war und die ich  auch persönlich gut kannte, machte diese Emmaus-Geschichte zur Richtschnur in ihrem Leben bis hin zur bitteren Krankheit und zum so frühen Tod.
Treffend sagte am Schluss dieses so beeindruckenden Gottesdienstes der Priester die Worte:
„ Jetzt sind ihr die Augen wohl endgültig aufgegangen - wie den Emmausjüngern - und sie erkennt Gott in Ewigkeit!“
Ja, der Auferstandene geht noch immer mit uns – er geht mit in allen Höhen und Tiefen - oft unsichtbar und vielleicht  manchmal in der Gestalt eines unbekannten Wegbegleiters. „Er hat noch immer die Kraft uns sehend zu machen.“      (n. J. Ratzinger)

Sr. Silvia Liebl
eingestellt 2012-04-15 srkatharina

 

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