Goldene Lebensfäden

In unserer Kapelle finden wir bildlich vor uns, wie goldene Fäden ein ganzes Leben durchziehen. In unserem Altarraum ziehen sich zwischen den Bildern goldene Streifen nach oben. Das gibt diesem Altarraum einen besonderen Charakter.
So wie diese goldenen Fäden den Bilderzyklus des Franziskus durchwirken, so durchwirken goldene Fäden unser ganzes Leben: die Zeiten der Leere, des Alltags, des Gewöhnlichen genauso wie die Zeiten der Lebenswenden, wenn also – wie links im Bild -  Franziskus sich vom Vater abwendet, wenn er sich der Kirche zuwendet, um seine Regel bestätigen zu lassen, wenn – auf der rechten Seite - er von La Verna Abschied nimmt und wenn im Sterben sich die letzte Wende vollzieht.
Goldene Fäden ziehen durch Gotteserfahrungen, die sehr persönlich gemacht werden – wie auf La Verna - und durch solche, die in Gemeinschaft sich vollziehen – wie in Rivotorto bei den Brüdern. Goldene Fäden beziehen die ganze Schöpfung ein.
Christus ist in unserer Mitte, nicht allein im vergoldeten Tabernakel der Kapelle, auch in uns ganz persönlich.
Die goldenen Fäden, die unser Leben durchziehen, sie geben auch unserem Leben einen ganz besonderen Charakter.
Mit Paulus gesprochen könnte dies heißen: Ihr habt Christus angenommen. Hört nicht auf zu danken.

Sr. Regina Pröls
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