„Kehrt und glaubt an das Evangelium“ Mk 1,15

Bei einer wunderschönen Wanderung in den Bergen mit verlockendem Ziel wagte ich, die sumpfige Fläche des Weges zu überqueren, jedoch – ich blieb im Boden stecken. Befreiend und dankbar erlebte ich die Hand meiner Wanderfreundin, die mit fester Stimme meine verteidigenden Argumente übertönte: „Wir kehren um!“
Wie oft mündet eine unüberlegte Entscheidung, ein voreiliges, eigenmächtiges Handeln, eine Überschätzung der eigenen Kräfte in eine Sackgasse.

„Kehrt um und glaubt an das Evangelium“ spricht der Herr und Erlöser. Höre ich auf sein Wort? Er allein kennt die eigenmächtigen Pläne, die unversöhnten Beziehungen, die Gleichgültigkeit seinem Wort gegenüber. ER zwingt nicht zur Umkehr. ER bietet mit seinem Ruf Heil und Heilung, Vergebung und Frieden an. Jedoch fest verwurzelte Maßstäbe hindern in den zwischenmenschlichen Beziehungen das gegenseitige Wachsen der inneren Freiheit.

„Kehrt um und glaubt an das Evangelium“ Dieser Ruf führt zu einer „verschwenderischen, geschenkten Liebe, der wir uns nur in ganz klein Schritten annähern. Wichtig ist, dass wir der Liebe Gottes in unserem Leben kein Maß setzen, sondern sie als unbedingtes“ – bedingungsloses – „Maß annehmen.“(aus einem Kalenderblatt )

„Kehrt um und glaubt an das Evangelium“
„Ich bin das Licht“ - (Joh 8,12) – im Zweifel eures Glaubens.
„Ich bin der Weg“ – in den Unsicherheiten eures Lebens.
„Ich bin die Wahrheit“ – nach der ihr sucht.
„Ich bin das Leben“ (Joh 14,6 ) – die lebendige Gewissheit der verheißenen Fülle Gottes. Ausgerichtet auf die Fülle können wir aufrecht vor Gott leben und
„Heute“ sein gütiges, barmherziges Handeln erfahren und weiter schenken.

Schw. M. Engelharda

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