Noviziat

Die Postulantin bittet um Aufnahme in die Gemeinschaft und erhält im Rahmen der Einkleidung zum äußeren Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Gemeinschaft das Ordenskleid und einen weißen Schleier.

Mit der Aufnahme ins Noviziat wählt sich die Schwester einen Namen. Dies kann auch der Taufname sein. Namen sind wie Sakramente. Sie weisen auf etwas anderes hin, auf eine Geschichte, eine Wirklichkeit, einen Charakter, und lassen gleichzeitig dieses andere gegenwärtig sein.

Im Buch Genesis heißt es: „Der Herr erschien Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Geh deinen Weg vor mir und sei rechtschaffen! Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir. Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham wirst du heißen.“ Unter diesem neuen Namen ging Abraham seinen Weg vor dem Herrn.

Auch Maria ging voll Vertrauen vor dem Herrn ihren Weg. So wurde sie zum Vorbild für uns alle. Deshalb bekommen wir Schwestern einen neuen Namen und tragen zusätzlich den Namen Maria. Unter diesem neuen Namen geht die Novizin künftig auch vor dem Herrn ihren Weg.

Mit der Einkleidung beginnt das zweijährige Noviziat. Im ersten Jahr, das im Mutterhaus verbracht wird, erhalten die Novizinnen Unterricht in Ordensgeschichte, Regel und Konstitutionen der Gemeinschaft, Theologie, Gelübde, Spiritualität, Kirchengeschichte, Liturgie (…). Außerdem absolvieren sie verschiedene Praktika in unterschiedlichen Bereichen im Haus, wie Küche, Garten, Krankenpflege, Verwaltung, Archiv, Pforte.

Im zweiten Jahr folgen dreimonatige Praktika in unterschiedlichen Einrichtungen und Konventen unserer Gemeinschaft im jeweiligen Land.

Innerhalb der beiden Jahre nehmen die Schwestern auch an der Noviziatsschule der Ordensgemeinschaften teil.

Am Ende der zwei Jahre entscheidet sich die Schwester bewusst, ob sie in dieser Gemeinschaft ihre Profess ablegen möchte.

 

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