Heilige Drei Könige

 

Wach sein,
einen Stern sehen
und Großes erwarten.

Aufbrechen,
sich auf den Weg machen,
hoffen und zweifeln,
sich selbst in Frage stellen.
Weggefährten suchen,
sich mitteilen, was wichtig ist,
die Sehnsucht nicht ersticken.

Zurücklassen was das Gehen behindert,
was den Blick auf IHN versperrt,
zurücklassen, auch was uns lieb geworden ist,
Position und Ansehen,
Erreichtes, im Lauf des Lebens Geschaffenes, Festgebautes.
Zurücklassen, nicht weil es nichts wert wäre,
sondern weil es uns auf uns selbst zurück wirft,
unfrei macht, den Blick einengt,
uns festlegt auf Erfolg und Leistung.

IHN finden
ganz anders als gewohnt.
IHN finden und ganz sicher wissen, ER ist es.
Die Krone niederlegen,
denn ER ist ungekrönt der einzig wahre König.
Sich hinknien und anbeten und staunen.
Die nackte Armut küssen
und zutiefst beschenkt sein.

Zurückkehren in unser Land,
zurück zum Alltag,
zurück zu den Pflichten.
Zurückkehren,
aber auf einem anderen Weg,
mit lebendigem Herzen,
begleitet mit dem Blick von IHM,
der neue Wege weist.

Ihn nicht vergessen,
der das Herz froh macht,
der uns kennt und trotzdem liebt.
Seine Botschaft leben
voll Zartheit und Kraft
dem Leben Raum geben,
von seinem Geist erfüllt sein
wie mit dem Duft von Weihrauch, der alles durchströmt.

 

Sr. Elisabeth Hofmann

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