FastenZEIT    EinkehrZEIT     UmkehrZEIT     ReifeZEIT

Wolken verdunkeln den Himmel – bringen sie noch einmal Schnee? Es ist kalt – doch jeder Tag wird etwas länger, es gibt mehr Licht und die Sonne wärmt. Wieder füllen sich die Knospen an den kahlen Sträuchern und Bäumen, sind bereit aufzubrechen, sich neu zu zeigen. Die Natur hat im Winter ihre „Einkehrzeit“ – atmet flacher, lässt sich bedecken, reift unter der Erde und im scheinbar abgestorbenen Geäst. Jeder und jedes besinnt sich auf seine Aufgabe und wird neu – der Käfer, der Apfel, das Korn, der Wein, die Blumen – und der Mensch.
Was ist meine Aufgabe?
Wer bin ich?
Warum lebe ich so wie ich lebe?
Was drängt mich vorwärts oder hält mich zurück?

All diesen Fragen kann ich im meiner Einkehrzeit nachgehen - der Fastenzeit.
7 Wochen Gelegenheit, mir auf die Spur zu kommen und zu prüfen, wo ich mit einer bequemen Abkürzung vom rechten Weg abgekommen bin. Vielleicht muss ich umkehren, zurücklaufen, um wieder auf meinen Weg zu gelangen. Das könnte mühsam werden und ich brauche die Gewissheit, nicht allein zu sein. Ich bin nicht mehr allein.
Mit Jesus, meinen Weggefährten, Freunden, den Franziskusschwestern bin ich auf dem Weg – ein Umweg ist so gemeinsame Zeit und wird einfach wertvoll.
Gelegenheit, mich der Liebe Gottes anzuvertrauen und meine Wunden heilen zu lassen. So wird meine Fasten-, Einkehr-, Umkehrzeit hoffentlich eine Reifezeit werden, die an meinem Freudenbaum mehr und mehr Knospen spießen lässt.
Und eins ist gewiss – diese Fastenzeit dauert 7 Wochen, aber Einkehr- und Umkehrzeit bei und mit Gott ist immer.
In diesem Sinne wünsche ich eine gute ZEIT.

Uta Fielitz, Weggemeinschaft
 
eingestellt: 2012-02-10 srk
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