Er geht euch voraus nach Galiläa
In den letzten Wochen habe ich mich im Rahmen meines Studiums intensiv mit dem Markusevangelium auseinander gesetzt. Dabei hat es mir der Schluss des Evangeliums – vor allem der Satz „Er geht euch voraus nach Galiläa“ – besonders angetan:
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.
(Mk 17,5-7)
Jesus geht seinen Jüngerinnen und Jüngern voraus nach Galiläa. Er geht dorthin, wo er seine Verkündigung begonnen hat, zurück zu den Kranken und Hilfsbedürftigen. Zurück ins Leben.
Ich habe mir überlegt, was diese Zusage heute für uns bedeutet.
Galiläa – der Ort unseres Alltags
Galiläa – mit all seinen Sorgen und Nöten, aber auch mit allen Freuden und allem Schönen
Galiläa – täglich neue Herausforderungen
Galiläa – unerfüllte und unausgesprochene Erwartungen und Wünsche
Galiläa – oft wenig Zeit für mich
Galiläa – wie bin ich und wie darf ich sein?
Galiläa – Alltag dicht an dicht
Jesus – und wo bist Du?
Der Engel sagte zu den Frauen: Er geht euch voraus nach Galiläa!
Jesus – Du bist da
Im Galiläa meines Alltags
Du bist mir vorausgegangen
Du durchbrichst und durchscheinst mich in meinem Alltag
Jesus – Du bist in mir!

