Mit den Ausgegrenzten solidarisch leben
Ein wesentliches Element seiner Bekehrung war für Franziskus die Begegnung mit dem Aussätzigen. Diese Begegnung hat ihn verändert.
Die Dreigefährtenlegende erzählt: „Und während er sonst gewohnt war, vor Aussätzigen großen Abscheu zu haben, tat er sich jetzt Gewalt an, stieg vom Pferd, reichte dem Aussätzigen ein Geldstück und küsste ihm die Hand. Dann empfing er von ihm den Friedensgruß“. Das Wunderbare geschah: Wo sich Franziskus zunächst Gewalt antun musste, wurde ihm das „in Süßigkeit des Leibes und der Seele verwandelt“ (Test 3). Diese Erfahrung war so tiefgreifend, dass er sie in seiner Regel festhielt:
Die Brüder „müssen sich freuen, wenn sie mit gewöhnlichen und verachteten Leuten verkehren, mit Armen und Schwachen, mit Aussätzigen und mit Bettlern am Weg“ (NbReg 9,3).
Übersetzung ins Heute:
Die Hinwendung zum einzelnen Menschen
Die Christusbegegnung im Armen und Ausgegrenzten
Engagement in Politik und Sozialbereich
Einsatz für Gerechtigkeit
nach Br. Stefan Federbusch ofm
