Geschichte unserer Niederlassungen in Indien

Nach einer langen Zeit des Suchens und Fragens reagierten wir auf die Bitte „Bringt Euer Charisma auch nach Indien!“ mit der Gründung einer Niederlassung in Kotagiri, Tamil Nadu, im Süden Indiens.
Diese Entscheidung wurde u.a. auf die Empfehlung  unseres Gründers, Pater Peter Natili hin getroffen,  der bereits um das Jahr 1900 eine Mission in Indien erwogen hat. Darüber hinaus sehen wir in der Befürwortung dieses Vorhabens im Mai 2002 durch unseren damaligen Erzbischof von Bamberg, Dr. Karl Braun und durch den Ruf des Bischofs von Ooty, Antony Anandarayar, die Bestätigung unserer Entscheidung.
Seit vielen Jahren sind wir hier in Deutschland mit indischen Schwestern aus verschiedenen Ordensgemeinschaften in guter Verbindung. Diese Freundschaft und Hilfe stärkte uns bei unserem Neuanfang im fremden Land mit völlig anderer Kultur.

Rückblick

Am 08.05.2002 brachen die ersten Schwestern nach Indien  auf, um einen Konvent und Verein in Zusammenarbeit mit den Assisischwestern zu gründen. Durch den Verein sind wir bei der indischen Regierung eingetragen, um so unseren  Auftrag erfüllen zu können. Es schließen sich bereits die ersten jungen Frauen unserer Gemeinschaft an. Im Januar 2003 begann der  Bau eines Hauses für die Altenpflege und für die Ordensausbildung; es wurde am 10.05.04 durch Bischof Antony Anandarayar eingeweiht. Im Dezember 2004  wurden die  ersten Heimbewohnerinnen ins Altenheim aufgenommen. Am 10.05.2004 begann das erste Noviziat mit drei Novizinnen. Am Rosenkranzfest 2004 wurde unsere Lourdes Grotte eingeweiht. Nach und nach wurde der Garten angelegt und bepflanzt, so dass sich unsere Heimbewohnerinnen wohl fühlen und auch nach starkem Monsunregen in den Garten gehen können. Am 02.06.05 brachen die ersten Novizinnen nach Deutschland auf. Sie verbrachten ihr zweites Noviziatsjahr im Mutterhaus – zum „Einwurzeln“ in unsere Gemeinschaft. Die ersten fünf indischen Schwestern haben inzwischen die zeitlichen Gelübde abgelegt, und beginnen ihre berufliche Ausbildung bzw. übernehmen anfallende Tätigkeiten in unserem Altenheim und im Konvent.

 

St. Francis Old-Age-Home

In Indien leben viele arme alte Menschen auf der Straße vom Betteln.  Es gibt keine Altersvorsorge so wie hier bei uns. Söhne sind verpflichtet für ihre Eltern im Alter zu sorgen.
Leider kommt es immer wieder vor, dass sie dazu nicht bereit bzw. nicht in der Lage sind. Darum verlassen alte Menschen immer wieder freiwillig ihre Familien, oder werden  sogar vertrieben. 

Alte Menschen, welche Hilfe bedürfen und niemanden haben, der sie versorgt, nehmen wir in unser Altenheim auf. Sie finden hier ein neues zu Hause – wir begleiten sie auf ihrer letzten Lebensstrecke.

Unser Altenheim hat eine Kapazität von 16 bis 20 Heimplätzen; einige davon sind für Heimbewohner, die sich an den Kosten beteiligen können. Die restlichen Kosten werden über Spendengelder für Arme aus Deutschland finanziert.

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Wir besuchen  Familien um ihnen in ihren Nöten nahe zu sein, mit ihnen zu beten, und – so weit es möglich ist – zu helfen. 
Wir kaufen z.B. Nähmaschinen und geben diese an Familien.
Wir unterstützen die Finanzierung von Schul- und Berufsausbildungen, von Operationen oder von medikamentösen Behandlungen.
So tragen wir dazu bei die Arbeitsfähigkeit zu erhalten oder die Möglichkeit einer Einnahmequelle zu schaffen.
Auch unterstützen wir bereits vorhandene Hilfsprojekte z.B. Waisenhäuser und Kinderheime.

Abgesehen davon kommen täglich Menschen an unsere Haustüre für eine warme Mahlzeit, Kleidung, Medizin oder andere Bedürfnisse.

 

Unser Auftrag

Wir Franziskusschwestern wissen uns an allen Orten unseres Wirkens gesandt für die Ausbreitung des Reiches Gottes. In den gegenwärtigen Bedrängnissen sind die Konvente wie Oasen inmitten vielfacher Not. Dort finden die Menschen durch den Dienst der Schwestern Halt und Stütze.

Wir danken Gott und vielen Menschen und hoffen dass „die kleine Pflanze Indien“ wächst und dem Volk in Indien zum Segen wird.

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